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STK200 Programmieradapter

Tags: AVR, Schaltungen
Stand: 30. Juli 2006, 13:11
13 Kommentar(e)

Dies ist eigentlich die Standard Schaltung wenn es darum geht AVRs in der Schaltung zu programmieren. Ein Großteil der Programmer die man kaufen kann sind nach diesem Prinzip aufgebaut.

STK200 Programmer

An der Schaltung ist eigentlich nicht viel dran: Die Leitungen vom Parallelport werden über einen Puffer (in diesem Fall ein 74HC244) an den AVR bzw. anderes herum weitergegeben. Dieses Puffer-IC hat im Gegensatz zu der Schaltung des ganz einfachen Programmers den Vorteil, dass die Ausgänge in den Tri-State Zustand geschaltet werden können und damit den Rest der Schaltung nicht mehr beeinflussen. Man kann die Schaltung also auch mit angestecktem Programmer normal betreiben. Dies hat insbesondere beim Testen von Schaltungen den Vorteil, dass man nicht ständig das Kabel vom Programmer anstecken und wieder abziehen muss.
Nebenbei stellt das Puffer IC noch ein Schutz dar. Wenn also irgendwo in der Schaltung ein Kurzschluss auftritt ist im Idealfall nicht gleich der Parallelport des PC hin, sondern es wird hoffentlich erstmal den 74HC244 erwischen. Und der ist doch ein bisschen günstiger als so ein neues Mainboard ;-)

Hier nochmal ein Bild von meinem aufgebauten Programmieradapter:

STK200 Programmer

Bei mir gab es allerdings Probleme mit der Diode. Der Programmer wollte nicht immer zuverlässig funktionieren. In dem Fall kann die Diode auch einfach weggelassen werden. Ohne Diode arbeitet der Programmer nun schon seit einiger sehr zuverlässig.

Bei einigen weiteren Programmern die ich aufgebaut habe gab es allerdings auch mit der Diode nie irgendwelche Probleme.

Downloads:

parallelport_programmer.zip [111.89 kB]

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Kommentare

# Stefan meinte am 15. Januar 2007, 16:15 dazu:

Hallo,

Ich habe diesen Programmer nachgebaut und schon diverse Projekte damit programmiert. Doch ich habe den LED-Ausgang nie benutzt. Es handelt sich wohl um eine Funktionsanzeige? Wie muss ich diesen Pin anschließen?

Mfg Stefan Beller

# Fabian Greif meinte am 15. Januar 2007, 19:37 dazu:

Ich muss zugeben das ich dieses Feature auch bisher nicht genutzt/gebraucht habe ;-)

Die LED soll den Programmiervorgang anzeigen. Wird allerdings nicht von allen Programmer unterstüzt und ist auch in der Orginal-Steckerbelegung von Atmel als NC markiert.

Wenn man es nutzen will einfach eine LED mit Vorwiderstand zwischen Vcc und den Pin schalten.

# Manuel meinte am 9. Mai 2007, 19:12 dazu:

hallo, woher bekommt der Programmer den die VCC? Gruss, Manuel

# Fabian Greif meinte am 10. Mai 2007, 00:32 dazu:

Von der Schaltung die programmiert werden soll.

# Sajuuk meinte am 7. Juni 2007, 23:34 dazu:

Wenn man die LED betreiben möchte kann es vorkommen das die Programmierspannung abfällt eben durch die LED.Das fürht zu Programmierfehlern.

# Fabian Greif meinte am 10. Juni 2007, 14:59 dazu:

Man sollte aufpassen, dass nicht mehr als 25 mA von einem einzelnen Pin (also auch von der LED!) bzw. mehr als 75 mA aus dem gesamten Chip gezogen werden (siehe ?74HC/HCT/HCU/HCMOS Logic Family Specifications?).
Ansonsten sollte es auch mit der LED eigentlich keine größeren Probleme geben.

# Holger Züllich meinte am 26. Februar 2008, 10:16 dazu:

Hallo, ich habe einen Umsetzter USB-Parallelport. Ist es möglich, mit demselben den Parallelportprogrammer anzusteuern?

# Fabian Greif meinte am 26. Februar 2008, 13:26 dazu:

Im Normalfall nicht. Die USBParallel Umsetzer sind meistens wirklich nur mit Druckern nutzbar.

Es gibt zwar ein Projekt wo jemand in einem privaten Projekt einen entsprechenden Adapter gebaut hat mit dem das klappt, aber das ist teurer als ein ordentlicher USB-Programmer für AVRs.

# joe meinte am 21. Juni 2009, 19:13 dazu:

Wenn du wirklich ein 74HC244 genommen has, dann sollte der auch noch mit nur 2V funktionieren.
Oder ist die Spannung in der zu programmierenden Schaltung so niedrig, das die Diode dem ganzen den Rest gibt? Und wtf ist da ne Schaltdiode drin und keine normale? Eine 1N4007 dürfte doch reichen um eventuelle Störungen oder Ströme von der zu programmierenden Schaltung fern zu halten.

# Max Schneider meinte am 28. Juni 2009, 15:53 dazu:

Hallo, ich habe eine Frage und zwar habe ich mir das Evaluationsboard von mikrocontroller.net aufgebaut. als ich dan den UART angebaut habe, habe ich leider keine Verbindung zum pc bekommen (habe ich da was vergessen?? bin blutiger anfänger).
möchte mir jetzt diesen programmer nachbauen. kann mir jemand sagen was im schaltplan, von rechts gesehen, die zweite "Verbindung" bedeutet (geht von GND über IC1P nach VCC), vielen dank im voraus

# Fabian Greif meinte am 29. Juni 2009, 09:57 dazu:

kann mir jemand sagen was im schaltplan, von rechts gesehen, die zweite “Verbindung” bedeutet (geht von GND über IC1P nach VCC)

Das ist die Spannungsversorgung für IC1. Der IC besteht hier aus drei Teilen, nämlich IC1A, IC1B und IC1P, die aber alle zusammen gehören.

Grüße
Fabian

# Philipp meinte am 21. Januar 2010, 16:48 dazu:

Ich hatte keinen 74HC244 da, und habe mir einen 73F244 aus einem alten Mainboard herausgebrutzelt. Nachdem ich die Spannung der Zielschaltung auf 5 V hochgesetzt hatte, ging es auch damit. Dass es so notfalls auch ganz ohne Puffer ginge, wusste ich nicht. :D Als Neuling freut es mich, dass sich hier ein quasi-Standard durchgesetzt hat, und all diese Programmer vom Prinzipschaltbild her gleich sind.

# Rudolf meinte am 12. Juni 2010, 14:47 dazu:

Das es mit der Diode probleme gab wundert mich nicht. Du hast eine 0815 Diode eingezeichnet (verwendet?). Damit ist die Eingangsspannung des ICs um 0.7V niedriger (4.3V) und dessen Ausgangsspannung um noch ein bisschen - sollten aber ca. 5V sein. -> SCHOTTKY Diode verwenden mit low voltage drop. Oder eben weglassen und den Programmierstecker nicht verpolen^^